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100 Jahre Funkturm: Vom Radiosender zum Wahrzeichen | Berliner Schnipsel

Wie ein Brand, ein Faltauto und die Rosinenbomber den Funkturm prägten.

03.09.2026 Matti Geyer

Am 3. September 1926 wurde der Berliner Funkturm feierlich eröffnet. Hundert Jahre später gehört er noch immer zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt. Was viele nicht wissen: Der „Lange Lulatsch“ überstand Brände, Kriegsbeschädigungen und technische Revolutionen – und spielte sogar während der Berliner Luftbrücke eine wichtige Rolle.

Entstanden ist der Funkturm in den 1920er Jahren auf dem Messegelände in Charlottenburg. Berlin befand sich damals im Radiofieber, und für die Funkausstellung sollte ein spektakuläres Wahrzeichen geschaffen werden. Architekt Heinrich Straumer orientierte sich dabei deutlich am Pariser Eiffelturm. Kurz vor der Eröffnung hätte jedoch ein Brand beinahe alles zunichtegemacht.

In den folgenden Jahrzehnten schrieb der Funkturm Technikgeschichte. Von hier wurden erste Fernsehbilder ausgestrahlt, später sogar das weltweit erste reguläre Fernsehprogramm gesendet. Kuriose Episoden gab es ebenfalls: 1928 schleppte der Erfinder Engelbert Zaschka die Einzelteile seines Faltautos auf die Aussichtsplattform und baute den Wagen dort oben wieder zusammen.

Warum der Funkturm im Zweiten Weltkrieg fast einstürzte, weshalb seine Warnlichter den Rosinenbombern den Weg nach Berlin wiesen und was Besucher heute in 55 Metern Höhe erwartet, erfahrt ihr in dieser Folge der Berliner Schnipsel.