© https://en.wikipedia.org/wiki/File:David_Bowie_-_Heroes.png
00:00
02:37
 https://en.wikipedia.org/wiki/File:David_Bowie_-_Heroes.png

David Bowie in Berlin | Berliner Schnipsel

Hauptstraße, Heroes und Christiane F.

21.08.2026 Matti Geyer

Vor 50 Jahren kommt David Bowie nach West-Berlin. Der Superstar will vor allem eines: verschwinden. Nach Jahren voller Drogen, Stress und Dauerpartys ist Bowie am Ende. Berlin soll ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

In Schöneberg zieht er in eine unspektakuläre Altbauwohnung in der Hauptstraße 155. Eine Zeit lang wohnt auch Iggy Pop bei ihm – bis Bowie irgendwann genug davon hat, dass sein Mitbewohner ständig den Kühlschrank leert, aber selbst keine Lebensmittel einkauft.

Bowie erkundet Berlin, besucht Cafés, Clubs und Museen und lässt sich musikalisch von der deutschen Avantgarde inspirieren. In den Hansa Studios entstehen schließlich einige seiner wichtigsten Songs. Direkt an der Berliner Mauer nimmt er 1977 „Heroes“ auf – inspiriert von einem Paar, das sich vor der Mauer küsst.

Seine Berliner Zeit dauert nur rund zwei Jahre. Doch die Stadt prägt Bowie nachhaltig. 1987 spielt er vor dem Reichstag ein legendäres Konzert, das auch auf der anderen Seite der Mauer gehört wird. Jahrzehnte später singt er in „Where Are We Now?“ erneut über die Orte seiner Berliner Jahre.

Und dann ist da noch Christiane F.: Wenige Monate vor Bowies Umzug nach Berlin besucht die damals 13-Jährige sein Konzert in der Deutschlandhalle. Später wird Bowies Musik zum Soundtrack von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ – und sein Konzert für den Film nachgestellt.

FluxFM-Redakteur und Stadtführer Matti Geyer erzählt die besten und kuriosesten Geschichten über David Bowie und seine Berliner Jahre.