
Neu im FluxFM-Programm: Arlo Parks, Lily Allen, Prismala, Christian Löffler uvm.
Seit dem 19. Januar 2026 neu im FluxFM Programm
20.01.2026 Daniel Meinel
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Arlo Parks - 2SIDED
Spätestens seit Mercury Prize und BRIT Award gilt Arlo Parks als eine der wichtigsten Stimmen der aktuellen Indie- und Alternative-Szene. Ihre Stärke liegt in poetischen, sehr nahbaren Texten, für die sie sogar zweimal für den Grammy nominiert wurde. Mit 2SIDED gibt sie nun den ersten Vorgeschmack auf ihr neues Album und schlägt dabei hörbar neue Wege ein. Der Song kreist um Sehnsucht, innere Spannungen und den Mut, Gefühle offen auszusprechen. Klanglich tragen schwebende Synthesizer und flirrende Drum Machines den Track. Insgesamt wirkt Arlo Parks experimenteller, selbstbewusster und bereit für eine neue musikalische Ära.
Christian Löffler - Closer
Zwischen elektronischer Melancholie und organischen Klangwelten bewegt sich Christian Löffler seit Jahren äußerst souverän. Der Musiker, Produzent und bildende Künstler aus Greifswald ist bekannt für seine Mischung aus Deep House, Ambient und Techno. Naturgeräusche und warme Texturen treffen bei ihm auf klare elektronische Strukturen. Mit Closer kehrt er emotional zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. Der Track ist treibend, bleibt dabei aber introspektiv und sphärisch. Perfekt fügt er sich in ein Werk ein, das live schon in der Philharmonie und an ungewöhnlichen Orten für Gänsehaut gesorgt hat.
Connie Constance - The Offering
In keine Schublade passend und genau deshalb so spannend: Connie Constance steht für kompromisslose Eigenständigkeit. Die Künstlerin aus Watford verbindet Indie-Rock, Soul und eine ordentliche Portion Punk-Attitüde. The Offering ist eine wuchtige Hymne auf Unabhängigkeit und Selbstbehauptung. Gitarrenlastig, rotzig und gleichzeitig von einer unfassbar souligen Stimme getragen, rechnet der Song mit dem Sich-Aufopfern für die Musikindustrie ab. Musikalisch treffen Indie-Folk, Art-Rock, elektronische Elemente und sogar westafrikanische Rhythmen aufeinander. Herauskommt ein selbstbewusster Party Girl Anthem, der Stärke und Verletzlichkeit vereint.
Ellur - Dream Of Mine
Viel Glanz, große Gefühle und ein moderner Indie-Pop-Sound – dafür steht Ellur aus Halifax. Vergleiche mit HAIM oder Fleetwood Mac kommen nicht von ungefähr, wirken aber nie altmodisch. Ihre Songs erzählen von Selbstfindung und Beziehungen im digitalen Zeitalter. Dream Of Mine ist tanzbar, hymnisch und bleibt sofort im Ohr. Der starke Chorus trägt diesen typischen Ellur-Sound, der gleichzeitig leicht und emotional wirkt. Man merkt: Hier schreibt jemand, der weiß, was er will – und vieles selbst in die Hand nimmt.
Lexa Gates - Nothing To Worry About
Ganz entspannt und trotzdem auf den Punkt – so lässt sich Lexa Gates wohl am besten beschreiben. Die Newcomerin aus Queens mischt jazzigen Hip-Hop mit R'n'B-Vibes und wirkt dabei extrem nahbar. Ihre Texte lesen sich wie ehrliche Tagebucheinträge, mal witzig, mal nachdenklich. Nothing To Worry About ist ein Song zum Runterkommen. Ein smoother Flow und ein lockerer Beat nehmen die Angst vor der Zukunft. Mental Health wird hier leichtfüßig und ohne Schwere verhandelt – genau das macht den Track so angenehm.
Lily Allen - Madeline
Lily Allen ist zurück – und zwar genau mit der Mischung aus Schärfe, Beobachtungsgabe und Biss, für die man sie kennt. Nach Jahren, in denen Schauspielerei und ihr Podcast Miss Me? im Vordergrund standen, richtet sie den Fokus wieder klar auf Musik. Madeline sorgte direkt für Schlagzeilen, weil der Song als konfrontativer Diss-Track gelesen wird. Im Zentrum steht die direkte Ansprache einer Frau, von der die Erzählerin glaubt, eine Affäre mit ihrem Ehemann gehabt zu haben – inklusive der Entdeckung über Textnachrichten. Anders als klassische Betrugssongs ist der Ton hier nicht flehend, sondern kühl, analytisch und stellenweise zynisch. Der Track passt perfekt zum Album West End Girl, auf dem Lily Allen erwachsener wirkt, ohne ihre Londoner Direktheit zu verlieren.
Prismala - Amelia
In der Berliner Live-Szene längst kein Geheimtipp mehr: Prismala haben sich einen exzellenten Ruf erspielt. Die Band verbindet Neo-Soul, Indie-Rock und Psych-Pop zu einem warmen, verträumten Sound. Markenzeichen sind schwebende Gitarren und mehrstimmiger Gesang. Amelia ist – wie schon Stella – einer Frau gewidmet. Der Song groovt entspannt vor sich hin und trägt eine feine Melancholie in sich. Perfekt für spätnächtliche Kopfhörermomente.
Skye Newman - Lonely Girl
Noch ein echter Geheimtipp, aber längst auf dem Radar: Skye Newman sorgt in der UK-Singer-Songwriter-Szene für Aufsehen. Angefangen mit Covers auf TikTok, schreibt sie inzwischen eigene, fragile Balladen. Stimmlich erinnert sie an eine junge Birdy oder Phoebe Bridgers. Lonely Girl ist eine Non-Album-Single mit schwerem Thema. Der Song behandelt Grooming und den Missbrauch von Machtverhältnissen gegenüber minderjährigen Mädchen. Skye singt aus einer beschützenden Perspektive – leise, eindringlich und sehr bewegend.
The Boxer Rebellion - Flowers in The Water
Seit den frühen 2000ern gehören The Boxer Rebellion zur Indie-Landschaft – mit einer Pause, aber jetzt wieder voller Energie. Ihr Sound ist atmosphärisch, cineastisch und vielen aus Serien bekannt. Unabhängigkeit und DIY-Spirit ziehen sich durch ihre gesamte Karriere. Flowers in The Water knüpft an den großen Hit Diamonds an. Der Song ist schwermütig, aber gleichzeitig hoffnungsvoll. Hallige Gitarren, große Melodien und Nathan Nicholsons Falsett sorgen für genau die richtige emotionale Wucht.
Tyler Ballgame - Matter Of Taste
Hinter Tyler Ballgame steckt Tyler Perry – ein Musiker mit Theaterhintergrund und großer Bühnenpräsenz. Seine Karriere begann mit Tribute-Sets und Open-Mics, bevor ihn Produzent Jonathan Rado entdeckte. Stilistisch wird er oft als "Retro-Crooner" beschrieben, mit deutlichen Anleihen bei den 60ern und 70ern. Matter Of Taste ist ein eingängiger Rocksong mit analogem Sound, Bläsern und souligen Harmonien. Sein warmer, markanter Gesang – die selbsternannte "Ballgame-Voice" – steht klar im Mittelpunkt. Inhaltlich geht es um Liebe, Anerkennung und die Erkenntnis, dass Zurückweisung manchmal einfach Geschmackssache ist.




















