
Soft Loft - Throw The Dice | Frisch Gepresst
Die Würfel entscheiden
31.08.2026 Daniel Meinel
Zwischen Melancholie, Kontrollverlust und dem Älterwerden: Die Schweizer Indie-Band Soft Loft lässt auf ihrem neuen Album die Würfel rollen. Wir haben in „Throw The Dice“ reingehört und mit Frontfrau Jorina Stamm gesprochen.
Das Leben ist ein riesiges Glücksspiel. Manchmal muss man die eigenen, festgefahrenen Pläne einfach über Bord werfen, die Kontrolle abgeben und schauen, wo man landet. Genau dieses Gefühl fängt die Schweizer Band Soft Loft auf ihrem neuen Longplayer Throw The Dice (VÖ: 04. September 2026) ein.
Frisch Gepresst
Soft Loft - Throw The Dice
Nach dem Erfolg ihres Debüts The Party And The Mess und der EP Modern Roses haben sich die fünf Musiker:innen rund um Sängerin und Texterin Jorina Stamm für die neuen Aufnahmen in ein abgelegenes Studio in Frankreich zurückgezogen. Weg vom Alltag, rein in die musikalische Isolation. Das Ergebnis haben sie anschließend in die Hände von Grammy-Gewinner Craig Silvey (Arcade Fire, The National, Florence + The Machine) gegeben, der die intimen Aufnahmen in einen raumgreifenden, dichten Mix verwandelt hat.
Euphorie trifft auf „Indie-something-something“
Musikalisch bezeichnen Soft Loft ihren Sound gerne augenzwinkernd als „Indie-something-something“. Auf Throw The Dice bedeutet das: Eine klebrig-schöne Mischung aus Ekstase und Melancholie.
„Es ist schön, manchmal zu sagen: Nein, ich bin vielleicht nicht so erwachsen, wie ich sein sollte, und einfach ein bisschen mit dem gehen, was gerade ist, egal wie alt man ist.“ Jorina Stamm über den Song „Gravity's Pull“.
Songs wie die Vorabsingle „Caught“ thematisieren die emotionale Unreife in den Zwanzigern und die Reue über verpasste Chancen. „Gravity's Pull“ wiederum beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Erwartungshaltung an das Älterwerden. Doch trotz all der Schwere in den Texten lässt einen die Band am Ende nie im Regen stehen. Die Songs lösen sich fast immer in einer hoffnungsvollen, warmen Atmosphäre auf. Oder wie Jorina es im Interview passend zusammenfasst: „Lustigerweise haben viele Sad Songs bei uns am Schluss so eine wohlige, gute Stimmung, dass irgendwie doch am Ende alles gut kommt.“
Im Radio: 31. August - 6. September 2026



















