
Editors - Surface, Echo & Sound | Album der Woche
Zurück auf Los
02.11.2026 Micha Gehrig
Nachdem sich die Editors in den letzten Jahren vermehrt in elektronischen Gefilden bewegt haben, geht es jetzt wieder zurück den Wurzeln, aber nicht ohne auch weiterhin Raum für Neues offen zu halten.
Vor allem ihre letzte Platte EBM war stark von Club-Sounds geprägt und hatte nicht mehr viel mit dem Sound zu tun, mit dem die Band Anfang der 2000er groß wurde. Damals waren sie die melancholischen Vertreter eines Indie, der stark von den 80ern beeinflusst war. Diese 80er sind auch auf ihrer neuen Platte Surface, Echo & Sound zu spüren, wenn auch sehr anders interpretiert als noch in den Anfangstagen der Band.
Zum ersten Mal seit Jahren haben sich die Editors für eine Platte gemeinsam in einen Raum eingeschlossen. Um wieder mehr gemeinsames Songwriting zu betreiben und mehr im Moment geschehen zu lassen. Nach den sehr technisch angelegten Vorgänger-Alben führt das bei Surface, Echo & Sound zu einem wesentlich wärmeren Klangbild. Man steht förmlich im Raum mit Frontmann Tom Smith und seinen Mistreitern.
Rezension I
Editors - Surface, Echo & Sound
Gleichzeitig weckt die neue Platte viele Assoziationen mit Radio-Hits der 80er und das im positivsten aller Sinne. Grund dafür ist die Mandoline, die Tom Smith seit dem gemeinsamen Album mit Andy Burrows immer mit sich herumschleppt. Bisher kam sie aber nur spärlich zum Einsatz. Bis jetzt. Denn auf der neuen Platte verleiht das gleichermaßen traditionelle wie auch stark an die 80er erinnerende Instrument den Songs ein gewisses Radio-Appel, das an The Cure oder REM denken lässt.
Die Editors besinnen sich mit der neuen Platte wieder ihrer Wurzeln, ohne dabei redundant in der Vergangenheit zu wühlen. Der Band hat das gemeinsame Aufnehmen in einem Raum nachweislich gut getan. Ein Schritt zurück, der gleichermaßen ein Schritt nach vorne ist.
Im Radio: 2. November - 8. November 2026



















